| Weinhaus Sittl 16., Lerchenfelder Gürtel 51 (U6 Josefstädter Straße, J, 5, 33) 12. - 28. 4. 07 Donnerstag bis Samstag 20 Uhr Gefördert durch das BKA und die BV Ottakring Der gelernte Wiener weiß natürlich, dass Wien an und für sich schon der absolute Wahnsinn ist. Umso wahnwitziger müssen also jene städtischen Gestalten sein, die sogar in diesem Ambiente kraft ihrer herausragenden Eigenheiten hervorstechen. Aber sogar diese bizarren Individuen verblassen gegenüber manchen Projekten, die Stadtplanung und Kommunalpolitik auf die leidgeprüften Wienerinnen und Wiener loslassen. Besichtigen Sie ein pittoreskes Panorama wienerischer Wahnbilder: Historische Wahnsysteme: Narrenkotter, Gugelhupf und Steinhof Historische Wahnsysteme: Narrenkotter, Gugelhupf und Steinhof Heller Wahnsinn: Poesiezwang als bittere Ernte der Schlaflosigkeit Religiöser Wahn: Die Braut des Erzengels Gabriel hält ihm die Treue Wahnplan: Oszillierende Assoziationen zwischen Basilisk und Obelisk Größenwahn: Läppische Provinzposse posiert als großes Welttheater Wohnwahn: Fulminante Phänomene im bunten Biotop Gemeindebau Verfolgungswahn: Paranoia im Paradies der paralysierten Parasiten Dazu ertönt irre tolle Musik: Vom schleppenden „Wappler-Walzer“ über den depperten „Bleampl-Blues“ bis hin zum scheppernden „Keppl-Rap“ Der Stadtpsychopathologe Richard Weihs ist Spezialist für Wiener Weh und Wahn. So ist er u. a. Autor des Schimpfwörterbuches „Wiener Wut“ und des Schmähführers „Wiener Witz“ (UHUDLA edition). Weiters hat er mehrere CDs mit Liedern im Wiener Dialekt veröffentlicht, wie „Scheab’n auf!“ (Extraplatte) und „Böses LiedGut“ (Hoanzl). Als Kabarett-Therapeut praktizierte er am Riesenrad, unterm Stephansdom, am Donaukanal, im Wurstelprater, am Steinhof und im Narrenturm. |