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Ljubinka Jokic wurde vor knapp zwei Jahren als eine der Neuentdeckungen der Weltmusikszene gefeiert. Die eigentlich im normalen Leben als Wirtin tätige Sängerin lässt gemeinsam mit ihrer Band YOK! die alten Klassiker des jugoslawischen Rock in einer Form wieder auferstehen, wie man es wohl bislang nicht gehört hat. Für die vorliegende CD "YOK" erhält die Band Unterstützung vom Akkordeonisten Otto Lechner und dem Perkussionisten Peter Rosmanith. Es war im Jahre 2006, als eine dem Publikum noch unbekannte Sängerin aus Bosnien im Rahmen des „Balkan Fever“ Festivals gemeinsam mit Otto Lechner und seinem "Windhundorchester" die Bühne des übervollen "Porgy & Bess" betrat, und dieses in einen brodelnden Hexenkessel verwandelte. Noch heute sprechen die damals anwesenden Gäste von einem denkwürdigen Konzertabend und mittlerweile "erspielte" sich die aus Banja Luka stammende Ausnahmesängerin auch ein breiteres Publikum. Begonnen hat diese musikalische Geschichte aber in einem kleinem und unscheinbaren Lokal am Wiener Gaußplatz: Die Stammgäste vom Pomali zeigten sich mehr als überrascht, als die Wirtin Ljubinka Jokic einfach ihre Gitarre umschnallte und zum allseits bekannten und hochgeschätzten Otto Lechner auf die Bühne stieg, um mit ihm eine kleine Jam-Session zu veranstalten. Dabei offenbarte sich eine „Jugo-Soul-Stimme“, die so intensiv und kraftvoll klang, als hätte eine Diva von Weltformat einen kurzen Abstecher in dieses Lokal gemacht. Die gemeinsamen Auftritte der Beiden entwickelten sich binnen kürzester Zeit von einem Geheimtipp zu einer in ganz Wien bekannten Veranstaltung. Zusammen mit ihrer Band Yok! präsentiert die Sängerin ein breites und abwechslungsreiches Programm, welches das anwesende Publikum ganz einfach zum Mittanzen animiert. So verbindet Ljubinka Jokic gekonnt die Intensität und Kraft der traditionellen Lieder, der Roma-Chansons sowie der so genannten Jugo-Pop-Rock-Klassiker der 70er und 80er Jahre mit einem modernen und zeitgerechten Sound. Eine Mischung aus erdiger Perkussion, pulsierenden Basslinien, virtuosem E-Violinenspiel und einer E-Gitarre, die auch vor einer satten Portion Groove nicht zurückschreckt und hervorragend funktioniert. Über allem thront aber die außergewöhnliche Stimme von Ljubinka Jokic, die eine/n jede/n in ihren Bann zu ziehen in der Lage ist. Wer also Lust verspürt, wieder einmal so richtig abzutanzen, sollte sich diese Gelegenheit auf keinen Fall entgehen lassen. Es lohnt sich! (mt)
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