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... Peter Androschs Komposition "Domino", eine fast einstündige packende Hommage an die Entführung und Ermordung Aldo Moros. Die teils bis heute unerklärte Kettenreaktion der politischen Ereignisse des Jahres 1978 wird von Androsch in einer faszinierenden Kette von musikalischen Dominoereignissen reflektiert, in der - nach dem Libretto von Silke Dörner - alle Ausdrucksfacetten des Leidens und Anklagens in einem Pandämonium von Vokal- und Instrumentaleffekten vorgeführt werden. Leo Dorner in Österreichische MusikZeitschrift, Mai 2001
Sowohl hinsichtlich der persönlichen als auch der politischen Implikationen erweist sich die Entführung Aldo Moros als menschliches Drama von Shakespeare´schem Ausmaß. Durch immer neue, von den Behörden in den verschiedensten Ländern frei gegegebene Unterlagen erhellt sich nach und nach das Gewirr aus divergenten Interessen in der italienischen Innenpolitik und dessen Verbindungsfäden in die Geopolitik zu Zeiten des Kalten Krieges. Vor dem Hintergrund undurchschaubarer Intrigen lassen sich Aldo Moros hinterlassene Nachrichten und Briefe als Zeugnisse tiefster menschlicher Konflikte, aber auch menschlicher Größe lesen: Der Fall Aldo Moro - ein Königsdrama. Peter Androsch
Aus Marcel Beyers "Flughunde": Welche Erscheinungen, doch ihre Bedeutung bleibt im Dunkeln, das dunkelt sich zurück, kurz vor dem Ende tauchen Stimmen wieder ab in die Natürlichkeit, und alle angelernte Kontrolle ist außer Kraft gesetzt, jetzt kommen sie wieder hervor, die ungeschlachten Laute, direkt vom Rückenmark her, jetzt ist es wieder ungeformtes, ungezüchtetes Ertönen. Parallelschaltung: Die Stoßseufzer in ganz verschiedenen Tonfärbungen, das Ächzen, Gurgeln, das Erbrechen in Dreck und Finsternis. Klan
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